Ja, wenn dann das Lager endlich aufgebaut ist und alle sich umgezogen haben, geht das gemütliche Lagerleben los.
Das besteht für uns, neben den üblichen Dingen wie nichts tun, rumsitzen, den Krug mit Met Apfelsaft voll halten und Kochen auch aus anderen Dingen.
Da wir keine große Gruppe sind und auch noch relativ am Anfang stehen, haben wir keine spektakulären Dinge wie große Schaukämpfe zu bieten. Das braucht es aber auch nicht unbedingt. Man könnte sagen wir sind ein Schützenlager, da jeder bei uns mit einem Bogen umgehen kann. Wir sind keine Meisterschützen, diesen Anspruch stellen wir uns auch nicht, aber das Ziel treffen wir.
Manchmal veranstalten wir auch Kinderbogenschießen um diese Faszination und Begeisterung für das Bogenschießen, die zumindest mich betrifft, an die Kleinen weiter zu geben wie es auch bei mir der Fall war. Und da ein gutes Schtützenlager natürlich jemanden braucht, der diese Bögen baut, haben wir auch den. Eberhard zu Hatzenturm ist, auch wenn er ein Adliger ist, unser Bogenbauer. Auch wenn nur er die Esche, Eibe oder Robinie selber bearbeitet, kennen wir uns alle mit der Theorie des Bogenbauens und natürlich der des Bogenschießens aus. Und wenn Fragen bestehen sind wir auch bereit unser Wissen zu teilen. Auch bezüglich anderer Themen.
Es sind zwar, wie in scheinbar jedem Lager üblich Kettenhemden, Schwerter und Äxte zu finden, aber bisher kann damit bei uns keiner so recht umgehen. Daniel, das bin ich, und Jonathan, haben zwar vor das zu ändern, bisher ist das aber noch Zukunftsmusik, da uns entsprechende Sicherheitsausrüstung für Vollkontaktkämpfe fehlt. Ohne diese Ausrüstung oder ohne Übung, wie sich zu oft viele ans Werk begeben, ist es einfach zu gefährlich.
Ansonsten ist der Lageralltag für uns einfach Entspannung und ein wenig wie Urlaub, wie für eigentlich alle Leute die dieses Hobby betreiben.